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Glossar der vedischen Astrologie

Muhurta

Wahlastrologie

Definition

Muhurta ist die vedische Praxis, einen günstigen Zeitpunkt für den Beginn einer wichtigen Aktivität auszuwählen. Durch die Wahl eines Zeitpunkts, an dem die Planetenpositionen günstig sind, möchten Jyotish-Praktizierende einer Aktion - einer Hochzeit, einer Geschäftsgründung, einer Operation, einer Reise - die größtmögliche günstige kosmische Unterstützung geben.

Die Logik von Muhurta basiert auf der Prämisse, dass ein Moment genau wie eine Person ein Geburtshoroskop hat. Wenn ein Ereignis zu einem günstigen Zeitpunkt beginnt, trägt das Horoskop dieses Beginns günstige Planetenkombinationen in die Entwicklung des Ereignisses ein.

Schlüsselfaktoren bei der Muhurta-Bewertung:

Tithi (Mondtag): In jeder Hälfte des Mondmonats gibt es 15 Zehnten. Bestimmte Zehnten sind für bestimmte Aktivitäten günstig; andere (wie Rikta-Zehnten: 4., 9., 14.) werden für die meisten Anfänge vermieden.

Vara (Wochentag): Jeder Tag wird von einem Planeten beherrscht. Der Sonntag (Sonntag) passt zu Macht und Autorität; Montag (Mond) passt zu Ernährung und emotionalen Anfängen; Der Dienstag (Mars) wird für Hochzeiten gemieden, eignet sich aber für mutige Unternehmungen. Mittwoch (Merkur) passt zu Verträgen; Der Donnerstag (Jupiter) eignet sich hervorragend für die verheißungsvollsten Aktivitäten; Freitag (Venus) passt zu Kunst, Beziehungen, Luxus; Der Samstag (Saturn) passt zu Arbeit und disziplinierten Unternehmungen.

Nakshatra: Das Nakshatra des Mondes am Muhurta-Tag hat eine große Bedeutung. Pushya, Rohini, Uttara Phalguni, Uttara Ashadha, Uttara Bhadrapada, Hasta und Shravana gehören zu den verheißungsvollsten Nakshatras für den Anfang.

Yoga (Luni-Solar-Yoga): Die 27 Nitya-Yoga (Vishkambha bis Vaidhriti genannt) tragen jeweils eine Qualität in sich. Siddha, Shubha, Amrita und Shukla sind besonders günstig.

Karana (halber Zehnter): Die 11 Karanas (Bava, Balava, Kaulava usw.) umfassen jeweils einen halben Zehnten und tragen bestimmte Eigenschaften.

Lagna des Muhurta: Der Aszendent des gewählten Augenblicks sollte stark sein, der Lagna-Lord sollte gut platziert sein und das 7. und 8. Haus sollte frei von Übeltätern sein.

Vermeidungen: Ungünstige Phänomene wie Sonnen-/Mondfinsternisse, der Mond im 8. Bhava vom Geburtsmond (Chandrashtama) und Planetenkriege sollten bei der Muhurta-Auswahl vermieden werden.

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Verwandte Begriffe

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Häufige Fragen

Kann Muhurta wirklich den Ausgang einer Veranstaltung beeinflussen?

In der vedischen astrologischen Tradition gilt Muhurta als praktisches Instrument zur Risikominderung - die Wahl eines Moments, in dem mehrere günstige Faktoren zusammenpassen. Ob dies einen wörtlichen Kausalmechanismus widerspiegelt oder eine probabilistische Korrelation, die sich über Jahrhunderte der Beobachtung angesammelt hat, bleibt eine philosophische Frage.

Was ist das beste Muhurta für die Ehe?

Für die Ehe-Muhurta ist traditionell der Mond in einem wohltätigen Nakshatra (Rohini, Pushya, Uttara Phalguni, Uttara Ashadha, Uttara Bhadrapada, Hasta, Shravana), eine starke Lagna ohne Übeltäter, die Platzierung von Jupiter oder Venus in der Lagna oder ihrem Trigon und der schwache und betrübte 7. und 8. Herr erforderlich.

Was macht eine Muhurta ungünstig?

Zu den wichtigsten ungünstigen Faktoren für Muhurta gehören: Rahu Kala und Yamagandam (ungünstige Zeitabschnitte innerhalb jedes Tages), der Mond im 8. Haus vom Geburtsmond (Chandrashtama), Amavasya (Neumondtag), Sonnen- oder Mondfinsternisse, Panchaka (eine Kombination bestimmter Nakshatras, die für einige Ereignisse als ungünstig gelten) und der Mond in bösartigen Nakshatras wie Ardra. Ashlesha, Jyeshtha, Mula, Shatabhisha. Bei wichtigen Ereignissen müssen sowohl der Tag (Vara) als auch die Nakshatra-Qualität zusammen betrachtet werden.

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